We Will Remember: Bon Scott

Nur wenige Personen genießen unter den Rock-Fans dieser Welt einen so enormen Kultstatus wie Ronald Belford Scott, gennant Bon. Mit seiner Band AC/DC revolutionierte er mit simplem und geradlinigem Rock ein Genre, in dem minutenlange Gitarrensoli dabei waren zum Standard zu werden und Keyboards immer öfter die Gitarren ersetzten. Heute vor 29 Jahren verstarb Bon Scott in London

Wie viele Andere hatte ich nie das Vergnügen, AC/DC mit Bon Scott live zu ereleben. Die späte Geburt kann eben nicht nur eine Gnade sein. Und trotzdem ziehe ich die Alben bis 1979, die Alben bin Bon Scott am Mikrofon, Allem was danach kam vor. Es mag sein, daß AC/DC mit „Back In Black“ das kompackteste und kompletteste Album ihrer Bandgeschichte aufgenommen haben und sicher verdient es sein Nachfolger, der extrem sympathische Brian Johnson nicht, nach 29 Jahren immer noch hier und da als „der Neue“ bezeichnet zu werden.

Und doch hatte Bon eine Art zu singen und vor allem zu Texten, die bis heute nur selten erreicht wurde. Der feine ironische Humor, die schlüpfrigen Anspielungen und das endlose alberne Herumreiten auf Doppeldeutigkeiten (man genieße „Big Balls“)…all dies fand seinen Höhepunkt auf dem „Dirty Deeds“ Album, nebenbei meinem absolutem Lieblingsalbum der Australier, das neben einigen der besten Partysongs auch noch „Ride On“, die einzige echte Ballade der Band, enthält.

Ein typischer Satz über Bon Scott wäre vielleicht, daß er schnell lebte und früh starb und irgendwie stimmt das vermutlich. Vor allem war er aber auch ein unsicherer junger Mann, der sich nach Halt und Gemeinschaft sehnte, all das in dem auf Erfolg und die Jagd nach dem nächsten Erfolg getrimmten Musikzirkus, nicht zuletzt dem Zirkus, den die Youngs aus AC/DC machten, nicht fand. Und gerade diese trauigen und verlorenen Untertöne eines Außenseiters, die sich auch in vielen seiner Texte finden, haben es millionen von Fans möglich gemacht, sich von ihm verstanden zu fühlen.

Heute vor 29 Jahren verstarb Bon Scott. Legt heute Abend eure Lieblingsscheibe mit ihm ein, denkt ein Bißchen an einen der großen Helden des Rock N’Roll und dreht die Regler auf Elf…

Im Original veröffentlicht bei BurnYourEars: Mein Senf 

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