We will remember… zum 40. Todestag von Jimi Hendrix

Wenige Gitarristen haben die Rockmusik so nachhaltig geprägt wie er, obwohl er zu Lebzeiten nur drei Studioalben veröffentlicht hat. Und kaum ein Musiker wird so lange schon so mystisch verehrt. Am 18. September 1970 starb Jimi Hendrix unter bis heute ungeklärten Umständen im Alter von 27 Jahren.

Hendrix war einer der ersten Musiker, der den Gitarristen und ein Stück weit auch die Gitarre selbst zum Star neben dem Sänger etablierte und auch außerhalb seiner Soli Leads in sein Spiel integrierte. Nebenbei gehörte er zu den Pionieren bei der Nutzung von Gitarreneffekten und war einer der ersten Kunden des damals jungen und aufstrebenden Herstellers Marshall.
Wichtiger aber war: Jimi Hendrix durchbrach Genre-Grenzen. Während sein erstes Album „Are You Experienced?“ rhythmisch noch verhältnismäßig geradlinig und primär von Blues und Psychedelic Rock beeinflusst war, wurde seine Musik weitläufiger, verspielter und ließ sich später nicht mehr in Schubladen stecken.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen auf sein viertes reguläres Studioalbum, an dem er zum Zeitpunkt seines Todes schon seit einiger Zeit arbeitete. Wie Eric Burdon es in seiner Autobiographie ausdrückte, der zusammen mit seiner damaligen Band WAR am Abend vor dessen Tod noch mit Jimi in einem Club gejammt hatte, wartete die weltweite Musikszene der damaligen Zeit darauf, dass Hendrix die Grenzen zwischen Blues, Rock und nicht zuletzt Jazz endgültig einreißen und endgültig den Thron der modernen Musik besteigen würde. Doch dazu kam es nicht.

Hendrix hatte in den letzten Monaten vor seinem Tod längst die Kontrolle über seinen Drogenkonsum verloren und Auftritte, wie auch sein letzter auf dem Love & Peace Festival auf der deutschen Insel Fehmarn, versprühten nicht mehr die Energie und die Genialität früherer Jahre.
Die Umstände seines Ablebens sind bis heute umstritten. Obwohl die Gerichtsmediziner davon ausgingen, dass Hendrix nach dem kombinierten Konsum von Schlafmitteln und Alkohol an seinem eigenen Erbrochenen erstickte, halten sich Gerüchte von Selbstmord oder Mord, wobei vor allem seine damalige Freundin und sein Manager verdächtigt werden.

Ungeachtet der Umstände trat am 18. September 1970 einer des begabtesten Musiker seiner Zeit in den „Klub 27″ ein und reihte sich in die Liste ebenso genialer wie tragischer Figuren, wie den im Vorjahr ertrunkenen Rolling Stones Bassist Brian Jones oder die in den nächsten Monaten nachfolgenden Janis Joplin und Jim Morrison.
Schwer zu sagen, was er der Musikwelt noch hätte geben können, da schon sein letztes Album nicht von ihm vollendet und Aufnahmefragmente von anderen Produzenten, teilweise anderen Musikern, überarbeitet wurden.

Was bleibt ist, das zu feiern, was er hinterlassen hat. Und deshalb läuft gerade in diesen Tagen der eine oder andere Song von Jimi durch den Player… natürlich mit dem Regler auf 11.

Im Original veröffentlicht bei BurnYourEars: Mein Senf

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