We Will Remember…zum 20. Todestag von Freddy Mercury

Seine Stimme war eine der markantesten in der Geschichte des Rock. Mit seiner Band QUEEN schuf er Dutzende von zeitlosen Hits, mit denen er die Grenzen zwischen Rock und Pop übersprang und verwischte. Am 24.November 1991 starb Freddy Mercury im Alter von 45 Jahren.

Freddy Mercury wurde 1946 als Farrokh Bulsara auf Sansibar geboren und entdeckte schon früh seine musikalische Begabung. Im Studium am Ealing College Of Art lernte er in den späten 60ern seine späteren Bandkollegen kennen und begann mit ihnen den Weg, der sie zu einem der größten Phänomene der modernen Musik machen würde.

Der etwas theatralischen Note und dem dominanten Einsatz des Pianos (die QUEEN von Anfang an von vielen Bands ihrer Zeit unterschieden) zum Trotz haben sich Freddy, Brian May, Roger Taylor und der kurz danach eingestiegene John Deacon zunächst klar im Rock-Genre bewegt. Die vielleicht beeindruckendste Dokumentation dieser Phase, die spätestens mit der Veröffentlichung des ersten Greatest Hits Album im Jahr 1981 endete, ist der legendäre Konzertmitschnitt aus Montreal, der auf den Tag genau zehn Jahre vor Freddys Tod aufgenommen wurde.

In den folgenden Jahren setzt sich die Veränderung, die bereits mit der 1980er Platte „The Game“ begonnen hat, weiter fort. Die Gitarre tritt immer mehr in den Hintergrund, wird teilweise durch elektronische Einflüsse ersetzt und die Musik wird noch mal deutlich bombastischer, fast opernhaft.
Die Fans nehmen den Umschwung gespalten auf. Viele Musiker versuchen in dieser Zeit, neue Trends in ihre Musik zu integrieren. Synthesizer, Disco-Beats und Funk halten Einzug in den Sound von QUEEN und stoßen manchen alten Anhänger vor den Kopf. Kommerziell schadet ihnen die Wandlung allerdings nicht.

Auch Freddys Privatleben wandelt sich in dieser Zeit. Anfang der 80er hat er Zweitwohnsitze in München und New York, wo er vor allem die größere Privatsphäre schätzt und seine homosexuelle Orientierung offen lebt. Seine Partys in der Münchner Schwulenszene sind legendär.
Ab der Mitte des Jahrzehnts wandelt der charismatische Sänger musikalisch immer wieder auf Solopfaden. Das bekannteste Beispiel ist sicher die Zusammenarbeit mit der Opernsängerin Montserrat Caballé. Das gemeinsame Stück „Barcelona“ wird 1992 die Hymne der olympischen Spiele in der portugiesischen Hauptstadt.

1987 wird Freddy positiv auf HIV getestet. Auch wenn er die Krankheit lange geheim hält, geht es mit seiner Gesundheit in den folgenden Jahren rapide bergab. Bereits im April 1988 erfolgt der letzte Auftritt, bei dem er tatsächlich live singt und die Stimme nicht vom Band kommt.
Dennoch ist es gerade seine Stimme die ihm, zumindest unter Studiobedingungen, fast bis zum Ende erhalten bleibt. Und Freddy, der entschlossen ist, der Welt so viel Musik wie möglich zu hinterlassen, arbeitet mit QUEEN unermüdlich an neuem Material. Wer auf den letzten beiden Alben „Miracle“ und „Innuendo“ zwischen den Zeilen liest, bekommt einen tiefen Einblick in das Gefühlsleben des Frontmanns. Die letzten Aufnahmen mit Freddy werden QUEEN erst 1995, vier Jahre nach seinem Tod, auf dem Album „Made In Heaven“ veröffentlichen.

1990 und 1991 lassen sich die Zeichen seiner Krankheit kaum mehr verbergen. In den letzten Videoclips wirkt der Sänger ausgezehrt, öffentliche Auftritte werden selten. Offiziell bestätigt Freddy den Ausbruch der Immunschwächekrankheit AIDS erst am 23. November 1991, einen Tag vor seinem Tod.
Am 24. stirbt Freddy Mercury an den Folgen einer Lungenentzündung und eine der großen Stimmen des Rock verstummt für immer.

Erinnern wir und an eine Persönlichkeit und feiern wir sein Leben und sein Werk. Ich werde mir heute das Montreal-Konzert mal wieder anschauen und dabei die Regler auf 11 drehen.

Im Original veröffentlichen bei: Mein Senf

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