Schlagwort-Archive: Wachstum

Schluss mit Wachstum – Exkurs 2: Es ist nur Geld

Wann immer jemand tiefgreifendere Veränderungen im Wirtschaftssystem andenkt, gibt es eine Antwort, die mit Sicherheit zu erwarten ist: „Woher soll denn das ganze Geld kommen? Irgendwer muss ja erstmal das Geld verdienen, dass da mit vollen Händen verteilt werden soll.“
Die Meisten werden diese Fragen nachvollziehen können. Schließlich wurden wir alle darauf geprägt, dass Geld das Medium ist, dass und Zugang zu Dingen und Dienstleistungen verschafft. Ohne Moos nichts los. Und für manchen ist Geld sogar der zentrale Teil der eigenen Identität und Lebensführung geworden.

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Schluss mit Wachstum Teil 6 – Teilen, Teilen, Teilen

Geteilte Freude ist doppelte Freude…das ist ebenso abgedroschen, wie die Vorstellungen vieler Befürworter der Marktwirtschaft, die für eine Abkehr vom Kapitalismus eine graue freudlose Welt an die Wand malen, quasi einen real-existierenden Sozialismus hoch Zehn.
Was bisher unter dem Begriff „Sharing Economy“ verstanden wird, hat ohne Zweifel seine Nachteile. Ausgebeutete (und sich selbst ausbeutende) UBER-Fahrer, die ohne soziale Absicherung mit ihrem eigenen Auto Menschen chauffieren oder RB&B, wo auf der einen Seite Wohlhabende, die dringend benötigten Wohnraum vom Markt nehmen und tageweise zu Hotel-Preisen vermieten und auf der anderen Seite Menschen, die Fremden ihr Wohnzimmer öffnen, um ein paar dringend benötigte Euro nebenher zu verdienen.

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Schluss mit Wachstum Teil 5 – Schluss mit Werbung

Konsum ist das Fundament unseres Wirtschaftssystems. Immer mehr Menschen müssen immer mehr Dinge kaufen, damit die Wirtschaft wächst. Dabei geht es tatsächlich zunehmend mehr um das Erstehen, weniger um das Nutzen. Der Käufer soll nach Möglichkeit nicht gebrauchen, sondern verbrauchen und dann so schnell wie möglich das Nächste kaufen und sei es auf Pump.

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Schluss mit Wachstum – Exkurs: Digitalisierung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist als Thema im allgemeinen Diskurs gleichzeitig omnipräsent und kommt praktisch nicht vor. Es geht zwar regelmäßig darum, der Wirtschaft die Infrastruktur dafür zur Verfügung zu stellen, aber wenn über die Auswirkungen auf die abhängig beschäftigten gesprochen wird, unterstellt man gerne Panikmache. Eine Debatte, wie Digitalisierung unsere Arbeitswelt ähnlich wie die Transformation von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft auf den Kopf stellen wird, findet in der Politik kaum statt, geschweige denn ein Nachdenken darüber, wie wir unsere sozialen Sicherungssysteme, unsere Wertvorstellungen und unsere Ideen von der Verteilung von Arbeit und der Produkten daraus ändern müssen, damit hier nicht große Teile der Bevölkerung auf der Strecke bleiben.

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Schluss mit Wachstum Teil 4 – Haltbarkeit

Das hier ist mein Handy, ein Motorola Moto G4, das ich im Juni 2017 gekauft habe, nachdem sich mein vorheriges Telefon nicht mehr aufladen ließ. Das Modell kam im Sommer 2016 auf den Markt, war also zu dem Zeitpunkt, als ich es erstanden habe, nicht mehr der letzte Schrei, aber auch noch keine veraltete Ramschware.
Obwohl ich ein Talent dazu habe, dass meine technischen Geräte pünktlich zu Ende der Gewährleistungsfrist den Geist aufgeben, zeigt dieses Gerät technisch bisher keine Macken. Das Problem liegt auf der Software-Seite. Das letzte Sicherheitsupdate hat das Gerät vor 15 Monaten erhalten, ein Upgrade auf eine aktuellere Android-Version gab es nie (nur dem etwas gehobeneren Schwester-Modell G4 Plus wurde im Frühjahr noch Android 8.1 spendiert…während neue Modelle bereits mit Android 9 ausgeliefert werden). Der Hersteller hat den Support nicht mal zwei Jahre nach Erscheinen einfach komplett eingestellt.

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Schluss mit Wachstum Teil 3 – Es gibt kein Wundermittel


CO2-Steuer, die Rückkehr der Kernkraft entweder konventionell oder als Fusionsreaktoren, E-Mobilität oder ganz aktuell massive Aufforstung…all diese Ideen haben etwas gemeinsam: Sie nähren die Illusion, dass wir unseren Lebensstil im Großen und Ganzen beibehalten können, wenn wir nur ein paar technische Parameter neu kalibrieren. Je schneller wir uns von dieser Idee verabschieden, desto besser.
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Schluss mit Wachstum Teil 2 – Wachstum ohne Ressourcenverbrauch und Verschmutzung?

Dieser Artikel ist eine Fortsetzung eines Textes aus dem Jahr 2011. Der ursprüngliche Kommentar hat sich mit dem Dilemma unseres Wirtschaftssystems befasst, in dem Innovation und Steigerung der Produktivität den einzelnen Akteurs zu ständigem Wachstum zwingen, da sonst die Wirtschaftssubstanz und nicht zuletzt die Möglichkeit, einen Lebensunterhalt durch Erwerbstätigkeit zu bestreiten, immer weiter abnehmen würde. In der Schlussfolgerung geht es darum, dass wir unser Wirtschaftssystem grundsätzlich ändern müssen, wenn wir einen Lebensstil anstreben, der unser Ökosystem nicht permanent überfordert.

In der nächsten Zeit möchte ich in mehreren Schritten an diesen Artikel anschließen, neue Aspekte ergänzen oder Gedanken aus dem damaligen Text vertiefen. Den Anfang macht heute die Idee, Wachstum von Ressourcenverbrauch und Verschmutzung zu entkoppeln Weiterlesen

Die große Rentenlücke

Vermutlich hatte die ARD es als die große Meldung des gestrigen Tages geplant, doch all zu viele Medien sprangen bisher nicht auf den Zug auf. Von den Menschen, die ab 2030 in den Ruhestand gehen, muss etwa die Hälfte mit einer Rente unterhalb der Mindestsicherung rechnen. Es mag sein, dass die Veröffentlichung der Panama Papers zu viel mediale Aufmerksamkeit gebunden hat, vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich niemand wirklich darüber wundert, denn überraschend sind diese Zahlen nicht.

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Schluss mit Wachstum

Wir reden am Thema vorbei. Und zwar permanent. Dieser Eindruck entsteht am laufenden Band, wann immer ich mich dem Thema (Welt-)Wirtschaftskrise/Schuldenkrise/Eurokrise befasse. Egal ob man im linken, im konservativen oder im wirtschaftsliberalen Spektrum schaut, egal ob es um Europa oder die USA geht – man ist sich im Allgemeinen einig, dass es jetzt vor allem darum geht, das Wachstum wieder anzukurbeln und damit die Ökonomien aus dem Tal der Rezession zu ziehen.

Natürlich, die sekundenschnelle Spekulation mit Milliardenbeträgen müsste eingedämmt werden, vielleicht eine (staatliche) europäische Ratingagentur die Allmacht der eng mit der Privatwirtschaft verschlungenen Agenturen in den USA aufbrechen. So ganz einig ist man sich auch nicht, ob man jetzt sparen oder eine Art Marshallplan in Gang setzten soll, ob die Menschen noch weiter zurückstecken müssen oder ob nicht eigentlich der Konsum durch höhere Löhne anzuregen ist, ob die Reichen besonders besteuert werden sollen oder ob sich Leistung endlich wieder lohnen muss, aber in einer Perspektive stimmen fast alle überein: die Wirtschaft ist eine grundsätzlich gut laufende Maschine, die etwas ins Stottern gekommen ist, aber schon wieder anspringen wird, wenn man nur das Richtige tut.

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