Die destruktiven „Diskussions“-Strategien der selbsternannten „Konservativen“

Es ist ein Bisschen wie der Versuch, Pudding an die Wand zu nageln, wenn man (nicht erst seit) heute einen Anlauf nimmt, mit selbsternannten Konservativen zu diskutieren. Es wird relativ offensichtlich, dass es sich dabei zum einen oft um Personen handelt, die es überhaupt nicht gewohnt sind, ihre Standpunkte und Ansichten hinterfragt zu sehen und argumentativ verteidigen zu müssen. Darüber hinaus sind diese „Online-Konservativen“ mittlerweile so weit mit der rechten Trollkultur verschmolzen, beziehen von dort nicht nur zu einem großen Teil ihre Informationen, Stichworte und scheinbaren Belege, sondern haben auch viele ihrer Taktiken übernommen. Meiner Erfahrung nach wiederholen sich dabei rund eine Handvoll von Mustern immer wieder.

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So liebe „Bürgerliche“, jetzt müsst ihr euch entscheiden…

Zugegeben, so langsam kommen wir hier an einen Punkt, an dem zum Thema Ministerpräsidentenwahl in Thüringen auch bei Deliberation Daily alles gesagt wurde, nur nicht von jedem. Stefan Sasse, Ariane und zuletzt Ralf haben das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und dabei viele richtige Punkte.
Gleichzeitig sind in den Kommentaren unter den Artikeln und auch im Text von Stefan Pietsch zu dem Thema die immer gleichen rechten Narrative und zu einem guten Teil Lügen wiederholt wurden und leider oft nicht oder nicht mit den Argumenten widersprochen wurde, die ich mir gewünscht hätte. Dasher möchte ich im Folgenden eher noch mal im einzelnen auf einige dieser Narrative eingehen und einen Ausblick auf die Zukunft versuchen.

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Über die Notwendigkeit von Steuereinnahmen

Wo fängt man an, wenn in einem Kommentar eigentlich so gar nichts stimmt? Selbst wenn man den tumben geifernden Hass auf alles, was laut Stefan Pietsch „links“ sein soll (also alles, was nicht ziemlich weit rechts steht) herausfiltert, steht in seinem Text „Über die Notwendigkeit von Steuersenkungen“ kaum ein Satz, dem ich nicht widersprechen würde.

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Warum in Uniform?

Schon letztes Jahr gab es eine teils rege Diskussion über die Pläne, dass Bundeswehrangehörige in Uniform kostenlos Bahn fahren können sollten. In den letzten Tagen flammte die Debatte unter anderem auf Twitter wieder auf, nachdem mehrere Personen positive wie negative Beiträge zu größeren Uniformaufkommen in Fernzügen gesendet hatten. Aber wo genau liegt hier das Problem?

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Politikwechsel? Mit wem denn?

Je nach Perspektive ist die deutsche Parteienlandschaft im Aufruhr oder von einer lähmenden Lethargie gefangen und beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung und ihnen ist gemein, dass sich keine der im Bundestag vertretenen Parteien auch nur ansatzweise daran arbeitet, die Herausforderungen der Zukunft in Politik umzusetzen. (Es wird ein wenig polemisch.)

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Schluss mit Wachstum – Exkurs 2: Es ist nur Geld

Wann immer jemand tiefgreifendere Veränderungen im Wirtschaftssystem andenkt, gibt es eine Antwort, die mit Sicherheit zu erwarten ist: „Woher soll denn das ganze Geld kommen? Irgendwer muss ja erstmal das Geld verdienen, dass da mit vollen Händen verteilt werden soll.“
Die Meisten werden diese Fragen nachvollziehen können. Schließlich wurden wir alle darauf geprägt, dass Geld das Medium ist, dass und Zugang zu Dingen und Dienstleistungen verschafft. Ohne Moos nichts los. Und für manchen ist Geld sogar der zentrale Teil der eigenen Identität und Lebensführung geworden.

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Der Wille, sich betroffen zu fühlen

Ich bin empört, du auch? Also eigentlich sitze ich an diesem Neujahrsmorgen relativ entspannt in meinem Wohnzimmer, aber ein Blick in die sozialen Medien verrät, dass „empört“ für viele Menschen der Standard-Modus ist, sobald sie sich im Internet bewegen. ‚
Das aktuellste Beispiel ist „Omagate“, der Fall eines umgedichteten Kinderlieds in einem Video des WDR, das einen Kniefall des WDR-Intendanten und ARD-Vorsitzenden vor den Wutbürgern per Liveschalte und Aufmärsche bekannter Neo-Nazis vor den Gebäuden des Senders und der Privatwohnung eines Mitarbeiters zur Folge hatte.

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Verkehrswende – Güter auf die Schiene

Eine Verkehrswende ist ein bedeutender Baustein für einen ökologische Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Neben der Frage von Emissionen bei der Herstellung und dem Betrieb der Fahrzeuge ist in den letzten Jahren auch immer mehr in den Fokus geraten, wie eine große Anzahl von Autos das Leben der Menschen (besonders in den Städten) einschränken und wie viel Platz der LKW- und PKW-Verkehr und nicht zuletzt geparkte Autos beanspruchen.

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Der rechte Rand – es geht um die Hackordnung

Die Ergebnisse der Landtagswahl in Thüringen sollten eigentlich nicht überraschen. Die Umfragen haben das Potenzial der Rechtsextremen erfasst, die Wahlen in Brandenburg und Sachsen hatten vergleichbare Ergebnisse gebracht. Doch als wäre das eine vollkommen neue Entwicklung geht das Rätselraten los, was denn diesen „Rechtsruck“ ausgelöst haben könnte: Arbeitslosigkeit, fehlende Anbindungen und kulturelle Angebote auf dem Land, der Wegzug von jungen Menschen und besonders Frauen usw.

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Schluss mit Wachstum Teil 6 – Teilen, Teilen, Teilen

Geteilte Freude ist doppelte Freude…das ist ebenso abgedroschen, wie die Vorstellungen vieler Befürworter der Marktwirtschaft, die für eine Abkehr vom Kapitalismus eine graue freudlose Welt an die Wand malen, quasi einen real-existierenden Sozialismus hoch Zehn.
Was bisher unter dem Begriff „Sharing Economy“ verstanden wird, hat ohne Zweifel seine Nachteile. Ausgebeutete (und sich selbst ausbeutende) UBER-Fahrer, die ohne soziale Absicherung mit ihrem eigenen Auto Menschen chauffieren oder RB&B, wo auf der einen Seite Wohlhabende, die dringend benötigten Wohnraum vom Markt nehmen und tageweise zu Hotel-Preisen vermieten und auf der anderen Seite Menschen, die Fremden ihr Wohnzimmer öffnen, um ein paar dringend benötigte Euro nebenher zu verdienen.

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